Er wischte sich auf dem Handy durch seine Hochzeitsfotos, eins nach dem anderen. Auf jedem dieselbe Pose: die linke Hand vor dem Mund. „Seit zehn Jahren sehe ich auf Fotos so aus, Herr Doktor. Die Kronen vorne sind unten am Rand ganz schwarz.“ Wir haben nachgeschaut. Metallkeramikkronen, die man ihm in jungen Jahren gemacht hatte. Nachdem sich das Zahnfleisch ein wenig zurückgezogen hatte, zeigte sich am Rand diese typische graue Linie. Die Kronen selbst waren eigentlich völlig in Ordnung. Das Problem war dieser eine Millimeter dunkler Streifen. Den sah nämlich jeder.
Zirkonkronen gehören heute zu den Behandlungen, nach denen uns Patienten in der Sprechstunde am häufigsten fragen. Und die Fragen sind fast immer dieselben. Was ist Zirkon überhaupt, wie lange hält das, werden die Zähne abgeschliffen, ist es schädlich, was ist der Unterschied zu Keramik? Ich beantworte sie der Reihe nach, so wie wir es auch am Behandlungsstuhl tun. Und ich sage Ihnen ganz offen, für wen Zirkon die richtige Wahl ist und für wen schlicht rausgeworfenes Geld.
Was ist eine Zirkonkrone?
Zirkonoxid ist eine weiße, extrem harte Keramik. In der Medizin ist sie seit vielen Jahren im Einsatz, vom künstlichen Hüftgelenk bis zu Implantatteilen. In der Zahnmedizin bildet sie das Gerüst oder gleich die ganze Kappe, die über den Zahn gesetzt wird (die Krone). Bei älteren Kronen steckte unter der Keramik ein Metallgerüst. Zirkon kommt ganz ohne Metall aus. Licht kann hindurchscheinen, und genau deshalb wirkt die Krone einem echten Zahn so viel ähnlicher.

Patienten haben dafür die unterschiedlichsten Namen: „Zirkonzähne“, „Zirkonkeramik“, „Vollkeramikkrone aus Zirkon“. Gemeint ist immer dasselbe. Man kann damit einen einzelnen Zahn versorgen, eine Brücke bauen, die eine Lücke über die Nachbarzähne schließt, oder eine Krone auf ein Implantat setzen.
Monolithisches und verblendetes Zirkon
Einen feinen Unterschied sollten Sie kennen. Monolithisches Zirkon ist aus einem Stück, wird aus einem Block gefräst und anschließend eingefärbt. Es ist sehr robust und damit ideal für Backenzähne und für Menschen, die pressen oder knirschen. Beim verblendeten Zirkon schichtet der Techniker von Hand Keramik auf ein Zirkongerüst. Das Lichtspiel ist reicher, an den Frontzähnen wird die Ästhetik feiner. Dafür platzt an der Verblendung etwas eher mal ein kleines Stück ab. Die neueren, transluzenten Zirkonsorten haben die Lücke zwischen beiden Welten in den letzten Jahren aber ordentlich verkleinert.
Zirkon, Metallkeramik oder E.max?
Diesen Vergleich wollen die meisten sehen, also hier eine kurze Tabelle. Jede Zeile zeigt eine allgemeine Tendenz. Was in Ihrem Mund passt, hängt davon ab, wo der Zahn steht, welche Farbe er hat und wie Sie zubeißen.
| Eigenschaft | Zirkon | Metallkeramik | Glaskeramik (e.max) |
|---|---|---|---|
| Enthält Metall? | Nein | Ja | Nein |
| Lichtdurchlässigkeit | Mittel bis gut | Gering | Sehr gut |
| Graue Linie am Zahnfleischrand | Nein | Kann mit der Zeit auftreten | Nein |
| Belastbarkeit | Sehr hoch | Hoch | Gut |
| Passt gut für | Front- und Seitenzähne, Brücken | Seitenzähne, lange Brücken | Frontzähne, Einzelkronen |
| Bei Zähneknirschern | Mit Knirscherschiene geeignet | Keramik kann abplatzen | Mit Bedacht wählen |

Kurz gesagt: Bei einem einzelnen Frontzahn erreicht man den natürlichsten Look meist mit einer Glaskeramikkrone. Braucht es eine Brücke, geht es um Backenzähne oder knirscht jemand nachts? Dann hat Zirkon die Nase vorn. Metallkeramik ist auch heute noch eine absolut brauchbare Lösung, gerade bei langen Brücken. Nur dort, wo es optisch wirklich darauf ankommt, greifen wir nicht als Erstes dazu.

Für wen eignen sich Zirkonkronen und für wen nicht?
Zirkon ist ein schönes Material, aber nicht für jeden Zahn die Lösung. Typische Fälle, in denen wir zu einer Krone raten:
- Zähne mit großen Füllungen, deren Wände dünn geworden sind und die brechen könnten.
- Backenzähne nach einer Wurzelbehandlung, die viel Substanz verloren haben.
- Abgebrochene, abgenutzte oder unschön geformte Zähne.
- Der Austausch alter Kronen mit Metallgerüst.
- Das Schließen einer Lücke mit Brücke oder Implantatkrone.
- Starke Verfärbungen von innen, gegen die Bleaching nichts ausrichtet.

Jetzt zum ehrlichen Teil. Wir haben oft junge Leute vor uns, die 20 gesunde Zähne ohne eine einzige Füllung auf einmal überkronen lassen wollen, nur weil sie ein bisschen gelblich sind. Sie wollen das strahlend weiße Lächeln aus den sozialen Medien. Bei solchen Zähnen reden wir zuerst über Bleaching, und wenn die Form stört, über Veneers, für die viel weniger Zahnsubstanz weg muss. Ein Zahn, der für eine Krone beschliffen wurde, wird nie wieder so wie vorher. Das sollte man wissen, bevor man sich entscheidet.
Ist das Zahnfleisch akut entzündet, kommt zuerst die Zahnfleischbehandlung. Ein Abdruck über blutendem, geschwollenem Zahnfleisch wird ungenau. Dann liegt der Kronenrand entweder frei oder er reizt das Zahnfleisch. Auch bei sehr jungen Patienten, deren Zähne noch nicht ganz durchgebrochen sind und deren Nervkammer noch groß ist, lassen wir uns Zeit.
Wie wird eine Zirkonkrone gemacht? Der Ablauf Schritt für Schritt
1. Untersuchung, Röntgen und Farbauswahl
Als Erstes schauen wir uns Röntgenbilder von Zähnen und Wurzeln an. Karies darunter, eine entzündete Wurzel, Zahnfleisch, das behandelt werden muss? Das wird geklärt, bevor überhaupt eine Krone draufkommt. Dann die Farbe. Die bestimmen wir am liebsten bei Tageslicht, ohne Make-up und mit frisch geputzten Zähnen. Eine Farbe, die unter Neonlicht ausgesucht wurde, sieht draußen auf der Straße oft ganz anders aus.
2. Zahnpräparation: Werden die Zähne abgeschliffen?
Ja, das werden sie. Damit die Krone Platz hat, trägt man rundherum etwa 1 bis 1,5 Millimeter ab. Das passiert unter örtlicher Betäubung, spüren werden Sie vor allem Vibration und Wasser. Manche fragen ganz ängstlich: „Machen Sie mir jetzt spitze Stummel draus?“ Denen sage ich: Bei einer modernen Präparation wird der Zahn kleiner, behält aber seine Form. Ein Stummel wird daraus nicht.


3. Abdruck: klassisch oder digital
Klassisch bleibt ein Löffel voller Abformmasse auf Silikonbasis ein paar Minuten im Mund. Wer einen starken Würgereiz hat, hasst genau diesen Moment. Digital geht es anders: Ein Intraoralscanner überträgt innerhalb von Sekunden ein dreidimensionales Bild Ihrer Zähne auf den Computer. Beides liefert gute Ergebnisse. Entscheidend ist, dass der Abdruck den Zahnfleischrand sauber erfasst.


Gleich nach dem Abdruck, noch in derselben Sitzung, bekommen Sie Provisorien. Niemand geht mit beschliffenen Zähnen aus der Praxis. Die Provisorien halten ein paar Tage, Sie müssen nur Klebriges und Hartes meiden.
4. Labor: Design, Fräsen, Brennen
Die Krone wird am Computer konstruiert, in der Fräsmaschine aus einem Zirkonblock herausgearbeitet und bei hoher Temperatur gebrannt (Sintern). Dabei schrumpft das Material etwas und bekommt seine endgültige Härte. Danach kommt der künstlerische Teil. Der Techniker gestaltet von Hand die Farbverläufe, die leichte Transparenz an der Schneidekante und die feine Oberflächenstruktur. Oft sind es genau diese letzten Handgriffe, die eine gute Krone auf dem Foto unsichtbar machen.


5. Anprobe und Einsetzen
Die Kronen werden im Mund anprobiert. Farbe, Länge, Biss, wie das „s“ beim Sprechen klingt... Das alles schauen wir uns gemeinsam an. Das ist der Moment, in dem wir Ihnen den Spiegel geben und fragen: „Gefällt Ihnen irgendwas nicht?“ Bitte trauen Sie sich, es zu sagen. Ist die Krone erst einmal eingesetzt, wird jede Änderung viel schwieriger. Sitzt alles, werden die Kronen mit einem speziellen Zement dauerhaft befestigt.

Wie viele Tage dauert eine Zirkonkrone?
Gibt es darunter nichts, was vorher behandelt werden muss, ist alles meist in rund einer Woche erledigt, verteilt auf zwei oder drei Termine. Für Patienten, die aus einer anderen Stadt oder aus dem Ausland anreisen, legen wir die Termine so, dass sie in diese eine Woche passen. Stehen eine Wurzelbehandlung, eine Zahnfleischbehandlung oder ein Implantat an, dauert es natürlich länger.
Wie lange halten Zirkonkronen?
Gut geplante Zirkonkronen mit sauber sitzendem Rand, die regelmäßig gepflegt werden, sehen wir 10 bis 15 Jahre im Mund, oft deutlich länger. Ich verrate Ihnen aber ein kleines Geheimnis: Eine Zirkonkrone geht selten von selbst kaputt. Kaputt geht meistens der Zahn darunter. Karies, die am Kronenrand beginnt, oder Zahnfleisch, das sich zurückzieht, sind die eigentlichen Gründe, warum eine Krone erneuert werden muss. Über die Lebensdauer entscheidet also weniger das Material als Ihre Zahnbürste und Ihre Zahnseide.
Auch die Gewohnheiten, die Kronen früher altern lassen, sind bekannt. Nüsse mit den Zähnen knacken. Flaschen damit öffnen. Auf Stiften kauen, Nägel kauen. Nachts pressen, ohne es zu merken. Der letzte Punkt ist wirklich wichtig: Wer presst, schützt mit einer durchsichtigen Knirscherschiene die Kronen und auch die Gegenzähne.

Sind Zirkonkronen schädlich?
Das Material selbst ist gut verträglich. Weil kein Metall drin ist, gibt es keine Metallallergie, keinen metallischen Geschmack und keine bläuliche Verfärbung am Zahnfleisch. Steht ein MRT an? Ihre Kronen machen dabei keine Probleme. Das meiste, was Patienten mit „schädlich“ meinen, liegt gar nicht am Material, sondern an der Ausführung. Ich schreibe es Ihnen ganz offen auf:
- Das Beschleifen ist endgültig. Genau deshalb sollte man gesunde Zähne nicht ohne Grund überkronen.
- Vorübergehende Empfindlichkeit. Lebende Zähne können in den ersten Tagen auf Kälte empfindlich reagieren. Das gibt sich meist von allein.
- Reaktion des Nervs. Bei sehr tief präparierten oder ohnehin stark gefüllten lebenden Zähnen kann sich der Nerv in seltenen Fällen entzünden, dann wird eine Wurzelbehandlung nötig.
- Schlecht sitzender Rand. Eine Krone mit überstehendem oder offenem Rand begünstigt Zahnfleischbluten, Mundgeruch und Karies.
- Raue Oberfläche. Schlecht poliertes Zirkon kann den Gegenzahn abreiben. Bei einer gut polierten Oberfläche ist dieses Risiko sehr gering.
Eine Extra-Anmerkung für alle mit Zahnfleischrückgang: Der Kronenrand liegt knapp unter dem Zahnfleisch. Zieht sich das Zahnfleisch über die Jahre zurück, kann der Rand sichtbar werden. Bei Zirkon ist er weiß, nicht grau. Trotzdem lohnt es sich, die Ursachen von Zahnfleischrückgang zu kennen, um vorzubeugen.
Pflege nach dem Einsetzen der Zirkonkrone
Am Tag des Einsetzens bitte nichts essen, bis die Betäubung nachgelassen hat. Danach ist alles erlaubt. In den ersten Tagen fühlt sich das Kauen an wie „da ist was Neues“, aber die Zunge gewöhnt sich schnell an die neue Form. Fühlt sich beim Zubeißen eine Stelle zu hoch an, warten Sie nicht ab. Kommen Sie innerhalb einer Woche vorbei, das ist mit fünf Minuten Einschleifen erledigt.
Die tägliche Pflege unterscheidet sich nicht von der bei natürlichen Zähnen. Eher sollten Sie noch etwas gründlicher sein. Zweimal täglich eine weiche Bürste, abends Zahnseide, und bei einer Brücke eine Interdentalbürste oder eine Munddusche für die Reinigung darunter. Alle sechs Monate Kontrolle und Zahnsteinentfernung. Und wenn Ihr Zahnfleisch blutet, ignorieren Sie das nicht. Woran das liegt, erklären wir im Beitrag über Zahnfleischbluten.

Und dann noch das Thema Bleaching. Eine Zirkonkrone verfärbt sich nicht, aufhellen lässt sie sich aber auch nicht. Wenn Sie Ihre übrigen Zähne bleichen möchten, drehen Sie die Reihenfolge um. Zuerst das Bleaching, dann zwei Wochen warten, bis sich die Farbe stabilisiert hat, und erst danach die Kronenfarbe bestimmen.
Was Sie Ihren Zahnarzt vor einer Zirkonkrone fragen sollten
Gehen Sie nicht mit offenen Fragen aus der Sprechstunde. Wir geben unseren Patienten eine kurze Liste mit und sagen: Entscheiden Sie nichts, bevor Sie das gefragt haben. Ein guter Zahnarzt fühlt sich davon nicht gestört. Im Gegenteil, er freut sich darüber.
- Braucht dieser Zahn wirklich eine Krone, oder reichen eine Füllung, ein Veneer oder Bleaching?
- Wie viele Zähne, und warum? Wurde mir für jeden Zahn einzeln erklärt, weshalb?
- Muss vor den Kronen noch ein Zahn wurzel-, zahnfleisch- oder kariesbehandelt werden?
- Monolithisch oder verblendet, und warum passt das zu meinen Zähnen?
- Wie wird die Farbe bestimmt, und kann ich bei der Anprobe noch Änderungen wünschen?
- Knirsche ich nachts, und brauche ich eine Schiene?
- Wie oft sind Kontrolltermine, und an wen wende ich mich, wenn mit einer Krone etwas ist?
Eins möchte ich noch ergänzen. Seien Sie vorsichtig bei schnellen Versprechen wie „20 Zähne in einer Sitzung“. Die Zeit, die man sich für Abdruck, Anprobe und Feinabstimmung nimmt, entscheidet darüber, wie Ihre Kronen in zehn Jahren aussehen. Wird gehetzt, leidet meistens zuerst der Zahnfleischrand. Und der verzeiht nichts.
Zirkonkrone auf dem Implantat
Auch die Krone auf einem Implantat ist meist aus Zirkon. Hier sitzt sie nicht auf einem natürlichen Zahn, sondern auf dem Verbindungsteil oben auf dem Implantat. Es gibt keinen Zahn zu beschleifen und keine Kariesgefahr. Zahnfleisch und Knochen müssen trotzdem genauso sorgfältig gesund gehalten werden. Alles Weitere zum Ablauf finden Sie auf unserer Seite zur Implantatbehandlung.
Einzelkrone, Brücke oder Smile Design?
Für einen einzelnen abgebrochenen Zahn reicht eine einzelne Krone. Fehlt ein Zahn, gibt es zwei Möglichkeiten: Man überkront die Nachbarzähne und schließt die Lücke mit einer Brücke, oder man setzt ein Implantat in die Lücke und darauf eine Zirkonkrone. Sind die Nachbarzähne gesund, empfehlen wir meist das Implantat, damit sie nicht beschliffen werden müssen. Die Feinheiten dieser Entscheidung vergleichen wir im Beitrag Implantat oder Brücke.
Möchten Sie Farbe, Länge und Stellung Ihrer Frontzähne gleichzeitig verändern, geht es nicht mehr um einzelne Kronen. Dann planen wir ein Smile Design. Dabei fließen die Proportionen Ihres Gesichts ein, Ihre Lippenlinie und wie viel Zahnfleisch beim Lachen zu sehen ist. Welcher Zahn Zirkon bekommt, welcher ein Veneer und welcher nur ein Bleaching braucht, ergibt sich alles aus demselben Plan.
Und unser Patient mit den Hochzeitsfotos? Die alten Kronen kamen runter, zwei Zähne brauchten eine Wurzelbehandlung, danach bekamen seine sechs Frontzähne Zirkonkronen. Beim Kontrolltermin hielt er mir wieder sein Handy hin. Diesmal ein Foto von einem Familienessen. Seine Hand lag auf dem Tisch. Wenn Sie über Zirkonkronen nachdenken oder wissen möchten, ob Ihre alten Kronen erneuert werden sollten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin in unserer Klinik in Haliç oder Pendik in Istanbul; die Möglichkeiten für Ihren Mund besprechen wir dann gemeinsam anhand Ihres Röntgenbilds. Mehr zur Behandlung finden Sie auf unserer Seite zu Zirkonkronen.
Manche Zähne brauchen vor einer Zirkonkrone zuerst eine Nervbehandlung, deshalb haben wir wie viele Termine eine Wurzelbehandlung braucht und wie die Tage danach sind in einem eigenen Beitrag beantwortet.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange halten Zirkonkronen?
Gut geplante und regelmäßig gepflegte Zirkonkronen halten bei den meisten Patienten 10 bis 15 Jahre und länger. Über die Lebensdauer entscheidet vor allem die Gesundheit von Zahn und Zahnfleisch unter der Krone; entsteht am Rand Karies oder geht das Zahnfleisch zurück, kann eine Erneuerung nötig werden. Die Dauer ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Werden die Zähne für eine Zirkonkrone abgeschliffen?
Ja. Damit die Krone Platz hat, werden rund um den Zahn etwa 1 bis 1,5 Millimeter abgetragen. Das geschieht unter örtlicher Betäubung, Schmerzen spürt man dabei nicht. Weil ein beschliffener Zahn nie wieder so wird wie vorher, rät man bei gesunden Zähnen nicht ohne Grund zu einer Krone.
Sind Zirkonkronen schädlich?
Zirkon ist eine metallfreie, gut verträgliche Keramik; es verursacht keine Metallallergie, keinen metallischen Geschmack und keine bläuliche Verfärbung am Zahnfleisch. Mögliche Probleme entstehen nicht durch das Material, sondern durch die Ausführung: endgültiges Beschleifen, vorübergehende Empfindlichkeit in den ersten Tagen, selten eine Reaktion des Nervs und Zahnfleischentzündungen bei schlecht sitzendem Kronenrand.
Wie viele Tage dauert eine Zirkonkrone?
Muss vorher nichts anderes behandelt werden, ist eine Zirkonkrone meist in etwa einer Woche fertig, verteilt auf zwei oder drei Termine. Sind eine Wurzelbehandlung, eine Zahnfleischbehandlung oder ein Implantat nötig, dauert es länger.
Zirkon oder Keramik, was ist besser?
Eine einzige richtige Antwort gibt es nicht. Zirkon enthält kein Metall, hinterlässt also keine graue Linie am Zahnfleischrand und ist sehr belastbar; es eignet sich besonders für Brücken, Backenzähne und Menschen, die knirschen. Bei einem einzelnen Frontzahn kann Glaskeramik mehr Lichtdurchlässigkeit bieten. Metallkeramik wird bei langen Brücken weiterhin verwendet. Entschieden wird bei der Untersuchung, je nach Lage des Zahns und Biss.
Tut eine Zirkonkrone weh?
Der Zahn wird unter örtlicher Betäubung präpariert, deshalb gibt es während der Behandlung keine Schmerzen. Lebende Zähne können in den ersten Tagen leicht auf Kälte reagieren, das vergeht meist von allein.
Verfärben sich Zirkonkronen?
Nein. Tee, Kaffee und Rauchen verfärben Zirkonkronen nicht, durch Bleaching werden sie aber auch nicht heller. Sollen die übrigen Zähne gebleicht werden, kommt zuerst das Bleaching und erst wenn sich die Farbe stabilisiert hat, wird die Kronenfarbe gewählt.
Kann man auf einen wurzelbehandelten Zahn eine Zirkonkrone setzen?
Ja. Wurzelbehandelte Zähne mit viel Substanzverlust brechen leichter und werden deshalb oft mit einer Krone geschützt. Falls nötig, bekommt der Zahn vor der Krone einen Stift oder eine stabilisierende Aufbaufüllung.